Krems an der DonauWACHAU · ÖSTERREICH Quartier finden
Dürnstein mit blauem Stiftsturm und Burgruine über der Donau im Herbst
Conny Duck, CC BY-SA 4.0
KREMS · DÜRNSTEIN · MELK · WELTKULTURERBE WACHAU

Tausend Jahre Stadt, dreißig Kilometer Gold

Wo die Donau durch Granit muss, wird sie am schönsten: Zwischen Krems und Melk stapeln sich Weinterrassen, Stifte und Burgruinen auf engstem Raum, Weltkulturerbe von der ersten bis zur letzten Flussbiegung. Krems ist das Tor dazu: tausendjährige Altstadt, junge Kunstmeile, und abends ein Grüner Veltliner vom Hang gegenüber.

1 DIE ORTE

Von Tor zu Tor: die Wachau in sechs Stationen

Die Logik des Tals ist einfach: Krems am Osteingang, Melk am Westeingang, dazwischen dreißig Flusskilometer mit Dürnstein, Weißenkirchen und Spitz wie Perlen an der Schnur. Alles ist mit Bahn, Bus, Schiff und Radweg verbunden, man wählt nur die Geschwindigkeit.

Krems selbst wird oft unterschätzt: die Doppelstadt Krems und Stein mit zwei Altstädten, dem Steiner Tor als Wahrzeichen und der Kunstmeile zwischen Landesgalerie und Karikaturmuseum verdient mehr als den Durchmarsch zum Schiff.

2 DER KELLER-PLAN

Drei Arten, das Tal zu nehmen

Schiff, Rad oder Bahn, die Wachau funktioniert in jedem Tempo. Wichtig ist nur die Richtung: mit der Strömung schauen, gegen die Strömung planen.

PLAN A · DER KLASSIKER

Schiff hin, Bahn zurück

KREMS–MELK1 TAG

Vormittags mit dem Schiff flussaufwärts durchs ganze Welterbe, mittags Stift Melk, zurück mit Bahn und Bus. Die ganze Wachau an einem Tag, ohne einen Meter zu fahren.

PLAN B · MIT DEM RAD

Der Donauradweg

~40 KMFLACH

Krems–Melk am Nordufer mit Abstechern nach Dürnstein und Spitz, Rollfähre ans Südufer, zurück oder Bahn. Der meistbefahrene Radweg Europas hat seinen Ruf verdient, im Mai und September gehört er einem fast allein.

PLAN C · ZWEI TAGE

Mit Heurigen-Abend

+ GÖTTWEIGÜBERNACHTEN

Tag eins Krems, Stein und Göttweig, abends ausg'steckter Heuriger in einem Weinort. Tag zwei Dürnstein vor den Schiffen, dann Weißenkirchen und Spitz. So schmeckt das Tal, nicht nur so aussieht.

3 DAS QUARTIER

Wo man gut liegt

Krems für Verbindungen, Lokale und Museen; Dürnstein für die Kulisse nach Abfahrt der Schiffe; Melk für den frühen Stiftsbesuch und die Anreise von Westen. Alles Weitere ist Geschmack, und Verfügbarkeit zur Marillenblüte.

4 DAS KELLERBUCH

Notizen aus dem Tal

Praktische Artikel mit geprüften Fahrplänen, Preisen in Euro und einer gesunden Skepsis gegenüber allem, was sich "Geheimtipp" nennt. Neue Beiträge zweimal pro Woche.

5 GUT ZU WISSEN
Wie kommt man nach Krems und in die Wachau?

Von Wien stündlich direkt ab Franz-Josefs-Bahnhof nach Krems, rund eine Stunde. Im Tal übernehmen Bahn, Bus, Schiff und der Donauradweg, ein Auto ist entbehrlich und in der Hochsaison eher Ballast.

Wann ist die beste Reisezeit?

Marillenblüte Ende März bis Mitte April, Rad- und Wanderwetter im Mai, Juni und September, Weinlese und goldene Hänge im Oktober. Im Hochsommer Dürnstein früh oder spät besuchen, dazwischen gehört es den Schiffen.

Krems oder Dürnstein als Standort?

Krems für Verbindungen, Wirtshäuser und Museen; Dürnstein für die Kulisse, sobald die Tagesgäste weg sind. Guter Kompromiss: in Krems wohnen, Dürnstein am Abend, oder dort übernachten und den Ort vor neun Uhr allein haben.

Was ist ein Heuriger und wie findet man einen offenen?

Eine Buschenschank, in der der Winzer eigenen Wein und kalte Küche ausschenkt, erkennbar am Buschen über der Tür. Geöffnet ist nur "ausg'steckt", die Kalender der Weinbaugemeinden und die Tafeln am Ortsrand verraten, wer gerade offen hat.

Lohnt sich Stift Melk wirklich?

Ja. Bibliothek, Fresken und die goldene Stiftskirche gehören zum Besten, was der europäische Barock gebaut hat, und die Altane liefert den Donaublick dazu. Mit Schiff hin und Bahn zurück ist es der runde Tagesausflug.

Weinberge über Spitz an der Donau
Kasa Fue, CC BY-SA 4.0

Das Tal ist bestellt. Der Tisch auch gleich.

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